Nach langen Lieferzeiten für die Komponenten ist es endlich so weit: Die schon angekündigte Erweiterung der Feldküche um einen dritten Kessel mit 160 Portionen ist einsatzbereit. Auch dieser Kessel ist gegen Anbrennen doppelwandig. Wegen der enormen Größe reicht ein 10,5kW-Standardbrenner nicht mehr aus; die Ankochzeiten für 120kg Suppe und Edelstahl hätten bei über 1,5 Stunden gelegen. Um hier unter einer Stunde zu bleiben, verfügt dieser neue Kessel nun über einen 20kW-Gasbrenner. Für Notfälle steht auch ein Benzinbrenner mit gleicher Leistung bereit. Das Brennergestell musste verstärkt werden, damit es unter der Last nicht nachgibt. Die Testfahrten führten zuletzt mit zu 90% gefüllten Kesseln über Straßen und Schlaglochpisten, und sowohl die Deckelsicherungen als auch die Brennergestelle haben gehalten.
Das Foto zeigt die Konfiguration für den Transport mit vollen Kesseln auf der finalen Testfahrt. Vor dem Zünden der Brenner werden die Gurte entfernt; die schmelzen sonst weg. Auf dem Platz für die Gasflaschen kann noch ein vierter Brenner mit einem großen Schmortopf, einem Warmhaltebehälter (für Beilagen oder Heißgetränke) oder einer 60cm-Gusspfanne aufgebaut werden.
Damit kann die Feldküche bei gerade einmal 160kg Leergewicht nun bis zu 3x täglich über 200 Personen versorgen. Zumindest technisch. Das Limit bin dann eindeutig ich, doch mit einem entsprechenden Küchenteam ginge das. Ich freue mich auf die Einsätze.
Nachtrag: Das mit den Spanngurten hat dann doch genervt, deshalb habe ich die inzwischen durch Stahlseile ersetzt, die im Betrieb dranbleiben. Außerdem sind unter der brachialen Gewalt des 20kW-Mitteldruck-Brenners Teile des gekauften Topfgestells weichgeglüht worden, weshalb ich es vorsichtshalber durch eine massivere selbst geschweißte Version ersetzt habe.
