
Nun habe ich eine Weile nichts von mir lesen lassen, sorry. Hauptberuflich und privat war einiges zu tun, und zwischendurch gab es immer wieder Einsätze für den Veldkoch, meist ehrenamtlich oder im privaten Umfeld, wobei das Angebotsspektrum immer mehr erweitert wurde. Kaiserschmarrn und Eintöpfe wie Erbsensuppe bleiben konstante Renner, doch kamen inzwischen Dinge wie Bratwurst- und Steaksemmeln, Pulled Beef Burger, Spanferkel (!), Käsespätzle, Wurstsalat, Eiskaffee und verschiedene Desserts hinzu. Dafür wurde die modular aufgebaute Feldküche um weitere Module ergänzt, so eine Kühltruhe, eine mobile Powerstation, ein großer Tischgrill, ein massiver Drehspieß und eine Warmhaltevorrichtung mit Wasserbad. Ist kompliziert, das so…

Ich wurde inzwischen mehrfach gefragt, ob ich auch Kaiserschmarrn anbieten kann. Nun, super leckeren kandierten Kaiserschmarrn kann ich, große Gusspfannen (50 und 65cm) habe ich auch, doch bisher fehlte der passende Brenner, um die Pfanne gleichmäßig und in Arbeitshöhe zu erhitzen. Für die Zubereitung von Kaiserschmarrn in solchen Riesenpfannen ist es nämlich unabdingbar, dass er über die ganze Fläche ungefähr gleichmäßig gart, sonst gibt es ab dem ersten Wenden eine ziemliche Sauerei. (Fragt mich mal, woher ich das weiß.) Wegen der Nachfrage habe ich also nochmal aufgerüstet: Ein 40cm-Paellabrenner von Muurikka ergänzt nun die Feldküche. Der erhitzt die ganze Fläche…
Natürlich gibt es wunderschöne fertige Feldküchen, die genau wie meine in der Regel als Anhänger konstruiert sind und so richtig „professionell“ ausschauen. Warum habe ich meine dann selbst aufgebaut? Darauf gibt es Antworten in vier Kategorien: 1. Material: Nahezu alle zu überschaubaren Kosten verfügbaren Feldküchen aus den 60er und 70er Jahren wie die bei den Hilfsorganisationen weit verbreiteten Progress 57/4 (Bild unten) und 57/5 sowie die NVA-FKÜs aus DDR-Produktion (Bild unten) haben Kessel aus Aluminium. Alles aus der Zeit davor auch. Die meisten Kommunen tolerieren die Verwendung der alten Alukessel für den gewerblichen Einsatz inzwischen nicht mehr. Oft werden diese…

Nach langen Lieferzeiten für die Komponenten ist es endlich so weit: Die schon angekündigte Erweiterung der Feldküche um einen dritten Kessel mit 160 Portionen ist einsatzbereit. Auch dieser Kessel ist gegen Anbrennen doppelwandig. Wegen der enormen Größe reicht ein 10,5kW-Standardbrenner nicht mehr aus; die Ankochzeiten für 120kg Suppe und Edelstahl hätten bei über 1,5 Stunden gelegen. Um hier unter einer Stunde zu bleiben, verfügt dieser neue Kessel nun über einen 20kW-Gasbrenner. Für Notfälle steht auch ein Benzinbrenner mit gleicher Leistung bereit. Das Brennergestell musste verstärkt werden, damit es unter der Last nicht nachgibt. Die Testfahrten führten zuletzt mit zu 90%…
Der Versand hat etwas gedauert, doch jetzt ist alles eingetroffen: Die Speiseausgabe kann nun in Mehrweg-Schüsseln mit 400ml netto (1 Portion) oder in Mehrweg-Henkeltassen mit 200ml netto (1/2 Portion) erfolgen. Dazu gibt es richtige Edelstahllöffel. Nach der Veranstaltung wird alles gespült und wartet auf den neuen Einsatz. Abfall entsteht nur noch durch die Servietten.

Endlich ist es so weit! Die aktualisierte Version der Feldküche hat ihre Tests überstanden und kann in Betrieb gehen.